Wochenende in München

Ich habe die Zeit im alten Jahr noch genutzt, um meinen Bruder in München zu besuchen. Ich war ja auch schon früher in München gewesen, auch als Kind, wo wir auch das ehemalige Konzentrationslager Dachau besucht haben (damals war ich neun Jahre alt, wir haben uns also schon sehr früh mit historischen Dingen auseinandergesetzt), aber mir ist erst diesmal so richtig bewusst geworden, welche Rolle München in der gesamten Zeit bis zum Ende des zweiten Weltkriegs hatte.

Wir hatten diesen Reiseführer, den ich als Startpunkt sehr gut finde. Weiters ist mein Bruder insgesamt auch sehr interessiert an der gesamten Geschichte des Dritten Reichs, also konnte er noch eine ganze Menge mehr dazu erzählen, als wir in der Kälte durch die Stadt spaziert sind. München ist ja eine Weltstadt, aber irgendwie ist trotzdem alles so einfach fußläufig erreichbar; das machte es sehr angenehm.

Wir sind auch in die BMW Welt gefahren, weil wir das Werk besichtigen wollten, aber leider haben die über die Weihnachtszeit zu (oder zumindest keine Besichtigungen). Somit haben wir uns mit der Museumstour begnügt, die in Ordnung war, auch wenn man kein BMW Fanatiker ist. Was mir ein bisschen abgegangen ist (und das vermutlich auch nur, weil wir eben aufgrund des Reiseführers und der Tatsache, dass du in München an keinem Haus vorbeigehen kannst, in dem nicht irgendwas aus der Nazizeit war oder aus dem Widerstand und einfach auf das Thema sehr sensibilisiert waren) war eine Aussage dazu, wie sehr BMW vom Krieg profitiert hat. Die Umsätze haben sich von 1933 bis 1938 mehr als verzwanzigfacht! Und dann haben sie Zwangsarbeiter und KZ Insassen als billige Arbeitskräfte auch noch gehabt. Ich habe ein bisschen auf Wikipedia nachgelesen, und keine der deutschen großen Firmen hat sich in dieser Zeit mit Ruhm bekleckert – irgendwie ja auch nachvollziehbar. Aber wie sie mit ihrer Vergangenheit umgehen sagt dann doch irgendwie wieder viel über solche Firmen aus, und die meisten versuchen es halt totzuschweigen oder haben ganz beschämt irgendwo die verpflichtenden Reparaturzahlungen geleistet und sonst nichts. Aktive Auseinandersetzung mit Geschichte sieht in meinen Augen anders aus, und gerade in Zeiten wie heute ist es meiner Ansicht nach wichtiger denn je. Alle behaupten immer großspurig, dass die Geschichte sich heute nicht wiederholen könnte, weil die Leute viel zu klug sind und nicht einfach mitlaufen würden – aber genau das tun sie gerade, und vor allem verschließen sie die Augen davor. Was auf dem weltpolitischen Parkett passiert, ist in vielen Dingen nicht so anders als damals – natürlich ein wenig subtiler und mit ausgewählteren Worten, aber es geht in eine ähnliche Richtung. Andere beschuldigen, ausgrenzen, teilweise Gewalt gegen bestimmte Gruppen verharmlosen – wer sich informiert hält liest fast jeden Tag davon.

Irgendwie hab ich jetzt viel zu viel über die Nazizeit geschrieben, dabei hat München ja so viel mehr zu bieten! Aber wenn mehrere historisch interessierte Leute auf einem Haufen sind und dann noch in einer Stadt, die in dieser Richtung so viel zu bieten hat, dann geht’s halt sehr viel um dieses Thema. Und ich kann es echt jedem empfehlen, sich München auch mal aus diesem Gesichtspunkt anzusehen – es ist ein Teil unserer europäischen Geschichte, und wer die Augen davor verschließt und versucht, sie zu ignorieren, läuft Gefahr, die gleichen Fehler wieder zu machen. Daher ist Aufklärung meiner Ansicht nach immer am besten, und in diesem Fall ist es echte Geschichte zum Anfassen. Ich finde das sollte im Geschichtsunterricht viel stärker so gemacht werden mit einer Exkursion nach München…

Jahresrückblick

Ja, ich weiß dass diese Seite hier hauptsächlich Produktrezensionen bringt, ein paar Reisetipps, und recht wenig über mich persönlich. Manchmal habe ich einfach ein paar Gedanken zu ordnen, und da ich nicht Tagebuch führe, stellt sich immer die Frage, wo ich das mache. Daher bitte ich euch, heute ein wenig Geduld zu haben, und meine kleine Gedankenreise über das Jahr 2019 zu ertragen.

Wenn ich heute auf den Beginn des Jahres zurückblicke, war ich eine andere Person. Frisch nach einer schockierenden Trennung war ich ein Schatten meiner selbst; und es ist faszinierend, begeisternd und gleichzeitig erstaunlich welchen Weg ich in diesem Jahr zurückgelegt habe. Ich bin gewachsen, bin stärker geworden, habe gelernt dass ich mit allem umgehen kann, was mir das Leben vor die Füße wirft. Gleichzeitig – und das macht mich besonders glücklich – bin ich neugierig geblieben, offen Neuem gegenüber, und nicht verhärtet und erkaltet. Allzu leicht passiert es, dass man sein Herz verschließt, aber ich bemühe mich und arbeite an mir, mich zu öffnen und in Liebe mit dem Leben und den (meisten) Menschen verbunden zu sein.

Ja, das klingt gerade sehr esoterisch angehaucht, und das mag auch sein – meine persönliche Reise dieses Jahr hat mich auch spirituell wachsen lassen, und vieles davon hat mit Yoga im weiteren Sinne zu tun. Durch die Trennung ist meine Familie geschrumpft, aber sie ist dieses Jahr auch wieder gewachsen durch die Hochzeit meines Bruders, die vielen tollen Menschen die ich kennengelernt habe, und alte Freundschaften haben sich wieder verstärkt und verfestigt. Liebe hat nicht nur das Gesicht der Paar-Beziehung, sondern so viel mehr. Nur weil ich das eine (momentan) nicht haben kann, heißt das nicht dass ich einsam und alleine sein muss; die Umarmung eines Kindes, die Freude einer Freundin, wenn man sagt dass man auf Besuch kommt, Begeisterung von alten Freunden, wenn man sich wieder sieht…. anscheinend habe ich einen größeren Stellenwert in den Leben der Menschen, als ich bisher immer gedacht habe. Und das ist schön so und auch nicht weniger wert.

2019 war eine lange Reise für mich, und ich bin wahnsinnig stolz wenn ich mich jetzt sehe. Mein Weg war lang, und zeitweise habe ich den Pfad nicht wirklich vor Augen gehabt, aber ich kann sagen, dass die Wanderung sich gelohnt hat. Und ich werde den Weg in 2020 weiter gehen, und sehen, wo er mich hinbringt und welche Personen meinen Weg kreuzen werden. Ich kann es kaum erwarten!

Meine drei Lieblingsprodukte 2019

Wie es so gegen Jahresende ist, lässt man alle Revue passieren, und zieht sein Fazit. Ich habe im vergangenen Jahr viele neue Produkte ausprobieren dürfen, mit unterschiedlichen Ergebnissen und Begeisterungen. Meine Top 3 möchte ich euch heute vorstellen:

Nummer 1: Hautsinn Solid Shampoo

Die Produkte von Hautsinn lassen mich nach wie vor in Begeisterungsstürme ausbrechen, und der Großteil meiner Geschenke dieses Jahr zu Weihnachten bestand aus diversen Produkten dieser Marke. Das Aloe Vera Shampoo ist mein absoluter Favorit, gefolgt von der Lippenpflege und dem Deo-Stick.

Nummer 2: Judith Williams Serum

Dieses Produkt hat sich erst vor kurzem in meine Favoritenliste eingeschlichen, aber ich mag es sehr. Es versorgt meine Haut mit Feuchtigkeit, ohne dabei zu schwer zu sein und zu zusätzlichen Unreinheiten zu führen – und das ist bei meiner Haut echt nicht einfach.

Nummer 3: Die Vorteile von täglichem Yoga

Ich habe lange überlegt, weil nichts so wirklich gepasst hat. Ganz viele der Produkte, die ich probiert habe, waren nicht wirklich überzeugend, und ich wollte nicht einfach irgendwas hier reinnehmen, ohne auch wirklich zu 100% dahinter zu stehen.
Daher eines der liebsten Dinge, die ich dieses Jahr gemacht habe: Yoga. Ich mache nach wie vor fast jeden Tag Yoga, habe mittlerweile meine Yogalehrer-Ausbildung gemacht. und möchte nächstes Jahr zu unterrichten beginnen. Yoga hat so viel Einfluss auf meine anderen Lebensbereiche, auf meine Haut, meine Haare, meine Figur, meine Launen…. auch wenn es kein Produkt per se ist finde ich doch, dass es hier in diesen Highlight-Bereich rein darf. Und ich glaube es wird nächstes Jahr nochmal etwas ausführlicher werden….

Was waren eure Highlights im Jahr 2019?

Weihnachten….

Ich bin ja kein großer Weihnachtsfan. Ich finde die erzwungene Fröhlichkeit anstrengend und habe auch keine Familienfeiern, an denen ich teilnehmen muss/möchte. Am allerliebsten ist es mir, wenn ich zum Heiligen Abend einfach weg bin – da macht es mir auch nichts aus, alleine zu verreisen. Ich finde das erholsam und befreiend.

Dieses Jahr habe ich am Montag bei meiner besten Freundin vorgefeiert, und dann bin ich zu meiner Mutter nach Oberösterreich gefahren. Heute bin ich wieder im Büro, und fliege abends zu meinem Bruder nach München. Alles sehr gemütlich, aber ich merke wie die Herumfahrerei schon ein wenig anstrengend ist. Ich freue mich auf die paar freien Tage nächste Woche, wo ich dann einfach nur daheim herumliegen werde. Ich brauche das immer wieder mal, und die Geselligkeit (die übrigens sehr ungewohnt für mich ist) fordert ihren Tribut.

Ich hoffe ihr habt schöne Tage verbracht, so wie ihr das gerne macht. Im Kreise eurer Lieben, oder auch alleine; daheim oder unterwegs, Hauptsache so, wie ihr es wollt. Auf dass das alte Jahr ruhig ausklingt und das neue richtig gut losgeht!

essence you better work! Mascara

Letztens bin ich während der Pause meiner Yogalehrer-Ausbildung in der Drogerie gewesen, und habe beim Stöbern diese Mascara entdeckt. Aus der Serie hatte ich ja schonmal den Gym Primer in einer Box, sodass ich neugierig war, was die Mascara denn so kann. Man schwitzt ja schon beim Yoga, und damit man nicht wie ein blinder Panda aussieht, wäre eine schweißfeste Mascara toll.

Unabhängig von der Haltbarkeit (die habe ich bisher noch nicht richtig getestet) bin ich vom Ergebnis dieser Wimperntusche total begeistert. Obwohl ich sonst kein Fan von gebogenen Bürstchen bin, ist dieses einfach genial – es erwischt fast jede einzelne Wimper, verklebt nicht und zaubert schönes Volumen und einen tollen Augenaufschlag. Für den niedrigen Preis von EUR 2,95 bin ich einfach hin und weg vom Effekt und kann diese Mascara vollkommen weiterempfehlen. Mit einem ölhaltigen/für wasserfestes Zeug Make up Entferner lässt sie sich auch sehr gut wieder entfernen.

Kiss Naked Drama Lashes

Drama ist wirklich Programm bei diesen Teilen, da sie unglaublich lang sind. Ich konnte nicht länger abwarten, und habe daher am Montagabend gleich mal die Wimpern ausprobiert.

Da ich noch nie in meinem Leben falsche Wimpern getragen habe, war ich neugierig und auch ein wenig nervös. Was soll ich sagen – das Produkt und der dazugehörige Kleber waren gut, sodass ich es schon beim 1,5ten Anlauf geschafft habe, die Lashes relativ nahe an meine eigenen Wimpern zu kleben, sodass ich damit sogar vor die Tür hätte gehen können. Getraut hätte ich es mich dann doch nicht, da sie seeeehr unnatürlich lang sind und einfach nur ungewohnt. Hier unten seht ihr meinen tollen Augenaufschlag mit den Lashes 😉 [keine Ahnung warum das Bild auf dem Kopf steht; beim Abspielen dreht es in die richtige Richtung]

 

Also, genau diese Lashes werde ich wohl nicht zum Ausgehen verwenden, außer vielleicht irgendwann an Fasching oder Halloween. Aber ein paar etwas dezentere Wimpern könnte ich mir durchaus vorstellen, und vor allem der Kleber, der dabei war, ist wirklich super.

treacle moon Duschcreme

Diese Duschcreme habe ich schon einige Zeit im Bad herumstehen, und vor ein paar Wochen habe ich sie sogar in die Dusche gestellt, um sie doch endlich zu verwenden.

Was soll ich sagen – in Verwendung ist sie noch immer nicht. Ich glaube zweimal habe ich mich dazu gezwungen, sie zu verwenden, aber sie hat mich nicht begeistert oder zumindest irgendwie dazu gebracht, dass ich sie eben einfach verwende. Ich mag den Geruch nicht besonders, der sehr zimtig und irgendwie pulverig ist. Die Konsistenz ist sehr dick, sodass ich richtig gelbe Hände habe, wenn ich die Duschcreme auf meinem Körper verteile. Das Gefühl auf der Haut ist nicht sauber und erfrischt, sondern irgendwie bin ich einfach froh, wenn ich die Duschcreme rückstandslos abspülen konnte – all das, was bei einem Duschgel, dessen Hauptzweck die Hautreinigung ist, nicht zu gebrauchen ist.

Daher wird dieses Produkt nun wieder aus meiner Dusche und meinem Badezimmer verschwinden, und ich kann es leider echt nicht empfehlen.

Hautsinn Lippenpflegestift

Nachdem meine Lieblings-Naturkosmetik-Marke ja schon ihre Deos vom Cremetiegel auf den Stick im Karton umgestellt hat, haben sie das nun auch mit ihrer Lippenpflege gemacht – und was soll ich sagen: die Qualität des Stifts ist einfach wie gewohnt der Hammer!

Vom Format her musste ich mich erst ein wenig daran gewöhnen, da der Stift ein wenig dicker ist, als man es von „normalen“ Pflegestiften gewohnt ist. Aber klar, man muss an der Unterseite irgendwie mit dem Finger reinkommen, um den Stift weiter rauszudrücken, und da geht man eben von einem Durchschnittsfinger aus, und nicht von mega-dünnen Kleinkinder-Spinnenfingern. Man kann dadurch den Stift nicht präzise auftragen, aber da er farblose Pflege ist, macht es nicht wenn man mal ein wenig über den Lippenrand hinausschießt, finde ich. Bei Farbe wäre das blöd; aber so rum ist das egal.

Der Preis ist mit EUR 7,90 jetzt nicht gerade billig, aber die Größe ist wie gesagt auch größer als ein normaler Blistex oder so, und man kommt auch länger damit aus. Und die Qualität der Inhaltsstoffe sowie der plastikfreien Verpackung ist mir den Preis auf jeden Fall wert.

Unboxing – Pinkbox Dezember

Im Dezember steht die Pinkbox ganz unter dem Motto „Party, Party, Party“! Ich finde, die Umsetzung ist diesmal auch auf den ersten Blick ziemlich gut gelungen und ich habe mich auch über viele der Produkte gefreut.

4ever young Black & Beautiful Lashes, 18g, EUR 24,75
Sante Naturkosmetik Contouring & Bronzer, 9g, EUR 8,29
Kiss Naked Drama Lashes, EUR 8,99
Labello Silvester Edition, 4,8g, EUR 1,99
Olaz 3 Zonen Anti Aging Creme, 15 ml, EUR 9,99
Bourjois Eye Shadow, EUR 8,45
Söhnlein Pink Ice Sekt in der Dose (nicht auf dem Bild), 0,2 l, EUR 0,99

Also ich verstehe zwar, dass Sekt in der breiten Masse zu Silvester gehört, aber ich hätte darauf gut verzichten können. Ich trinke ja keinen Alkohol, von dem her wird diese Dose so bald wie möglich ihren Besitzer wechseln.

Das Labello finde ich jetzt auch nicht unbedingt besonders toll, aber nun ja. Die Wimperntusche wirkt sehr hochwertig, und die Lashes muss ich mal ausprobieren – ich habe noch nie falsche Wimpern getragen, und finde das sehr spannend mal zu versuchen, wie das ist.

Fulminan Kollagendrink

Kollagen ist ja super wichtig für die Elastizität der Haut, gegen Falten und fürs Bindegewebe insgesamt (habe ich in der Yogalehrer-Ausbildung gelernt). Ich fand den Drink in der Pinkbox daher recht spannend, und habe mich gleich ganz begeistert ans Trinken gemacht 😉

Leider ist dieser Drink so unglaublich zuckerig, dass ich es total unangenehm finde, ihn zu trinken. Denkt an Kinder-Hustensirup oder so ähnlich. Ich glaube jeglicher positive Effekt wird durch die „Nebenwirkung“ der Unmengen Zucker wieder zunichte gemacht.

Es waren 8 Ampullen in der Box, also ohnehin zu wenig, um wirklich schon einen Effekt zu bemerken. Ich habe ein paar Rezensionen im Internet angesehen, wo die Leute nach 2 Monaten von ersten Ergebnissen geschrieben haben – dafür sind mir dann 62 Euro für die Monatspackung doch zu teuer! Ich muss aber zugeben, dass ich mir durchaus Kollagenpulver, Hyaluron- und Biotinkapseln bestellt habe, um zu sehen ob ich nicht so der Alterung etwas entgegensetzen kann. Im Urlaub war ich richtig schockiert, als ich ein Bild von mir gesehen hatte – total verquollene, hängende Augenlider, sodass ich am liebsten schnurstracks zum Chirurgen gelaufen wäre 😉 Hat sicherlich auch mit der Hitze und Luftfeuchtigkeit zu tun gehabt, denn zuhause in der Kälte ist es um Einiges besser. Aber ein bisschen nachhelfen von innen heraus geht doch immer, und ich werde euch auf dem Laufenden halten, ob es mit den kleinen Wundermittelchen klappt oder nicht.